Auberge Berbere
Am letzten Tag vor Beginn des Unterrichts stand für fast alle Austauschstudenten und Studienanfänger ein Ausflug nach Cèdre Gouraud auf dem Programm. Fünf gefüllte Reisebusse machen sich als auf den Weg, kommen bei diesem 100 Jahre alten und 2003 gestorbenen Zedern-Baum an. Machen viele Fotos und bewundern die Affen die hier im Wald frei herumtollen. Leider sind mir keine Fotos gelungen.
20 Minuten Fußmarsch später befinden wir uns auf einer großen Freifläche, verbringen die Zeit mit Tauziehen und Seilspringen (oder zusehen
). Ich versuche ein paar Marokkanern Hackisack beizubringen, aber wie alle Anfänger tun sie sich schwer damit.
Als nächstes nehmen wir in den Berberzelten (Berber sind praktisch die Marokkanischen Ureinwohner) Platz und lassen etwas einheimische Musik auf uns wirken.
Später fangen viele an dazu zu tanzen und meine Freunde baten mich mitzumachen. Naja ich glaub das sah ziemlich lustig aus für Außenstehende, aber egal, irgendwie hat sich ohnehin jeder zum Affen gemacht.
Nachdem es etwas regnet, sitzen wir im Stuhlkreis in einem der Zelte. Alle anderen haben richtige Tische, nur wir begnügen uns mit einem virtual dream table. Es entstehen eine Menge Fotos und später kommt das Essen. Auch wenn mein Magen sich noch nicht gänzlich erholt hat, konnt ich bei dem Anblick nicht nein sagen.
Alles in allem war das ein sehr lustiger Ausflug. Nur leider sind jetzt die Ferien zu ende und wir müssen alle anfangen zu studieren
.
Update: Nun gibt es auch noch ein kleines Video:
Am Abend waren wir wieder zum Essen in Ifrane.
Marokko ist eine Fleischkultur (njam), Vegetarier haben es verdammt schwer hier und ein Mädchen aus Amerika, das seit 6 Jahren kein Fleisch gegessen hat, ist heute Abend schwach geworden und konnte dem Hähnchen nicht widerstehen. Konnte ich ja auch nicht und das Essen hier ist oft einfach verdammt lecker.
Zum Markt läuft man immerhin 40 Minuten, also nimmt man sich spätestens auf dem Heimweg ein Taxi, das hier nicht teuer ist. Allerdings war es diesmal sehr abenteuerlich, da wir zu siebent (plus Fahrer) in einem normalen Auto saßen. In Deutschland undenkbar, aber auch hier außergewöhnlich, wobei bei den Grand Taxis (die wirklich nicht sonderlich groß sind) normalerweise 6 Fahrgäste dabei sind. Zwei auf dem Beifahrersitz (ja das ist eng
) und vier auf der Rückbank, was auch nicht viel besser ist.

Am 29. August 2007 um 11:11 Uhr
Hi Hagen,
freut mich, dass es Dir (einigermaßen) gut geht
Dein Blog hier ist echt interessant. Gute Zeit, und einen schönen Anfang im Studium.
Gruß, Felix
Am 29. August 2007 um 22:07 Uhr
Dank DSL können wir jetzt noch mehr in Ruhe deine spannenden Berichte lesen einschließlich der lustigen Bilder. Der Monteur war zwar etwas unbeholfen, so daß wir hinterher gesagt haben, das hättest du schneller hinbekommen, aber dann hätten wir einen Kurz-Tripp aus Marokko finanzieren müssen.
Was ist Hackisack?
Am 29. August 2007 um 23:11 Uhr
Eine Art Ball. Aber Bilder sagen mehr als Worte, also bitte sehr: Hackisack bei Google.
Am 6. September 2007 um 18:12 Uhr
hi hagen, ich beneide dich
hier wird schon wieder bald winter
ich sitze im dicken Pullover und draußen ist es trüb – eben Deutschlad
have fun and get the spirit
stefan und die Blankenburger