Meine Sandburg
Und wieder einmal kam ein Wochenende. Die Woche war ziemlich anstrengend. Denn während die meisten von euch noch die Semesterferien genießen, hatte ich diese Woche mehrere Tests und noch dazu meine erste Midterm-Klausur. Höchste Zeit also für Ferien und die verbringt man doch am besten am sonnigen Strand des Atlantiks. Nachdem das nun fast schon Routine wird, haben doch glatt 3 Leute die uns begleiten wollten abgesagt, Hausaufgaben sind schließlich wichtiger.
Egal, Freitag Nachmittag auf nach Meknes, einen Faux Guide etwas getipt (to tip: engl. Trinkgeld geben, bestechen ist irgendwie inadäquat) damit er uns ein billiges Hotel zeigt. Haben wir auch bekommen. Knapp 5 Euro pro Person für eine Nacht. Den Preis war das Zimmer wert. Eine Decke für zwei Personen, der Boden etwas dreckig und auch wenns nicht direkt an der Straße lag, hatte man dann doch immer was zu hören. Schlafen war also nicht wirklich :/
Am nächsten Morgen mit dem Zug nach Rabat und von dort nach kleineren Hassles am Grand Taxi Stand weiter zum Strand in Skhirat. Genial. Es war warm, aber dank kühlem Wind hatte es dann doch etwas Ostsee-Feeling, daher war der Strand auch relativ leer (Ramadan mag auch seinen Beitrag leisten), denn in der Hochsaison soll der Strand absolut überfüllt sein. Nicht weit entfernt erreichen die Fischerboote das Ufer und sofort strömen Menschenmassen zum Boot und feilschen was das Zeug hält um die beste Ware. Ein paar Meter weiter werden dann frischer Fisch, Aal, Rochen und riesige Krebse dem Kunden feilgeboten. Zum Nachmittag widme ich mich meiner Lieblingsstrandbeschäftigung: Sandburgen bauen. Das war dann wegen der herankommenden Flut durchaus eine Herausforderung. Am Ende hat aber jeder die Burg bewundert. C’est un très beau château! und ein paar Kinder wollten dann auch unbedingt mit aufs Foto.
Zurück nach Rabat gehts mit dem Zug. In Rabat passiert uns das selbe wie in Fès: Wir treffen andauernd zufällig Leute die uns von der Uni kennen, was allerdings nicht immer auf Gegenseitigkeit beruht.
Wir treffen (diesmal mit Absicht) eine Gruppe anderer Austausstudenten, die sich für das Wochenende Rabat vorgenommen haben, haben F’tor, wandern durch die Medina, bewundern Raubkopien auf dem Marché, sind ein wenig neidisch und enden schließlich auf der Geburtstagsparty von Katie in einem Appartment von ein paar Marokkanern.
Um für Alkohol zu sorgen sind sie extra nach Casablanca gefahren (und selbst dort war es nicht leicht etwas zu bekommen), denn nicht einmal in der Hauptstadt Marokkos gibt es während Ramadan Alkohol. Auf einem Foto tun wir so, als würden wir Hausaufgaben machen, damit sich die in Ifrane gebliebenen schön ärgern. Ja wir waren fleißig und ja, wir hatten Spaß
Um 2 Uhr müssen wir im Hotel sein, das mit 6 Euro die Nacht deutlich besser ist, als das in Meknes. Am nächsten Tag noch ein bisschen Rabat-Tourismus. Es verdammt heiß und der Strand ist wirklich verlockend, aber soviel Zeit haben wir leider nicht. Rabat ist eine wirklich spannende Stadt, da werd ich bald nochmal hinfahren.
Am Ende gibts wieder Bahnhof und eine entspannte Heimfahrt ins glücklicherweise angenehm kühle Ifrane.
Noch mehr Bilder gibts auch diesmal wieder in der Bildergalerie.
Am 4. Oktober 2007 um 17:47 Uhr
hast du noch heimlich ein semester sandburgenbau eingeschoben? jedenfaslls sehen sie ja sehr kreativ aus, dann kannst du ja vielleicht nächstes jahr mal beim sandsation-festival in berlin telnehmen,
seid ihr denn auch zum baden ins wasser gekommen oder hat der kampf um die sandburg dich voll gefordert?
ist denn rabat als hauptstadt sitz von regierung und könig?
Am 4. Oktober 2007 um 17:53 Uhr
Haha danke, aber so professionell sind die Burgen dann doch nicht. Aber der Sand war klasse

Ja Baden waren wir natürlich auch, war super. Vor allem saaalzig *g*. Das Wasser hätte zwar noch einiges wärmer sein können, aber kühles Nass war auch fein.
Japp König und Regierung sind in Rabat angesiedelt, wobei der König überall Paläste hat. Selbst kurz vor Skhirat fuhren wir an einem Royal Palace am Wasser vorbei. König sein hat schon was