Essauoira und El-Jadida
Es ist mein Geburtstag und ein überaus glücklicher (diesmal jedoch inszenierter) Zufall, dass ich heute in Essaouira auf Kayla und Jill, die ich aus dem letzten Semester noch sehr gut kenne, sowie einige weitere Freunde von ihnen treffe. Am Strand spielen wir Fussball. Der nasse, scharfe Sand ist jedoch suboptimales Spielmedium, aber wir sind ja hart im Nehmen. Das Geburtstagsabendmal, ein riesiges 1×1 der Meereslebewesen, bewegt sich zwischen köstlichen Leckerbissen und ekligen Tentakeln je nach Geschmack etwas hin und her, ist aber die 60 Dh pro Person auf jeden Fall wert. Heiße Schokolade in einem Café und ein unerwarteter Geburtstagskuchen perfektionieren den Abend.
Ausgerechnet an dieser schönen Küstenstadt macht uns das Wetter am nächsten Tag einen Strich durch die Rechnung und statt den sonnigen Strand zu genießen, erfahren wir das geschäftig säubernde Treiben in der Medina deren Wege die ergiebigen Regengüsse mit großen grauen Seen füllen.
Ich hänge hier sehr gern mit den Amerikaner rum. Alle studieren arabisch, was immerhin schon einiges über sie aussagt und darüberhinaus sind sie noch bei weitem weltoffener als die meisten Rucksacktouristen denen ich in der letzten Woche begegnet bin. ich wünschte es gäbe viel mehr solche Leute überall auf der Welt. Am Samstag nehmen wir einen viel zu frühen Bus nach El-Jadida. Die Geschwindigkeit und geringfügig größere Beinfreiheit der teureren CTM-Linie sind jedoch nach den billigen Bussen der letzten Tage ein willkommener Komfortfaktor.
El-Jadida bietet neben einer alten von portugiesischen Mauern umgebenen Medina und dem bei wärmeren Wetter sicherlich attraktiven Strand praktisch nichts, lebt aber am Abend unerwartet auf und das geschäftige Treiben auf den Straßen verleiht der Stadt dann doch einen gewisses Flair.
Am 23. März 2008 um 22:33 Uhr
Den 22. Geburtstag wirst Du nie vergessen.
Genieße die letzten Tage in Marokko.
Danke für Deine E – Mail.
Es grüßen die Marzahner